Vogelfrei

Werksaudit und FAT

Der Mittwoch und Donnerstag verliefen vom Werksaudit her ohne weitere Vorkommnisse. Ich kann mich hier nur für die tolle Unterstützung und Durchführung bei meinen amerikanischen Kollegen bedanken! It was amazing! Der Kunde ist sehr beeindruckt von der Performance und auch der mitgereiste Arbeitsverantwortliche äußerte sich in der Feedbackrunde heute mit den Worten, „… the best EHS what I´ve ever seen… .“

Besichtigung des Reinraumes

Für nicht Kollegen erwähnenswert, wir wurden am Mittwoch vom GE Management zum Essen eingeladen, ins Island Way Grill und ich kann nur sagen, top Lage, tolles Ambiente und der Service echt der Hammer. Der für uns zuständige Kellner konnte mit seinem Fachwissen überzeugen und empfahl uns so unendlich viele Sachen von der Speisekarte sodass ich nach seinem Vortrag immer noch nicht wusste was ich essen sollte. Also entschied die Vernunft, ich bin am Wasser, also Seafood. Ich wählte den Red Snapper und wurde nicht enttäuscht. Zudem wurde noch Filet Mignon, Chop und Mahi Mahi serviert. Alle höchst zufrieden. Wenn Ihr mal wieder hier seid, kommt hier her!

Großartig

Heute Mittag habe ich die Kollegen dann am Flughafen abgesetzt, den Mietwagen getauscht und das Auto wie im vorherigen Blogeintrag in meiner Zone „Midsize USV“ ausgesucht. Die Auswahl war nicht groß aber ich fand schnell mein Gefährt was mich die kommenden Tage begleiten wird.



Für alle Technikbegeisterten. Ich habe ein Fahrzeug ohne Navigationssystem oder Schnickschnack gewählt, der Preis war hier das ausschlaggebende Kriterium. Die Florida Karte habe ich mir zudem in Deutschland auf mein IPhone geladen, damit ich auch Offline ohne Internet Zugang zum Kartenmaterial habe. Na und was passiert nachdem ich das Telefon an mein Auto angeschlossen habe? Apple Carplay aktiviert sich und ich kann jetzt meine Google Karte direkt auf dem Automonitor mitverfolgen während der Sound meiner Playlist mich beschallen wird. Ich sage nur, Vorbereitung ist Alles!!


VOGELFREI

Erste Ziel auf der Route: Bush Gardens. Busch Gardens Tampa wurde im März 1959 eröffnet und hat Afrika als Thema. Der Themenpark ist eine der größten zoologischen Institutionen der USA. Er hat mehr als 2.700 Tiere und zahlreiche Attraktionen und Achterbahnen, und da nur 20min vom Flughafen entfernt dachte ich mir das wäre nen Abstecher wert. 



Aber leider für meine Bedürfnisse nicht ausgelegt. Herausgestellt hat es sich als riesiger Freizeitpark, der schon fürs reine Parken 25$ von mir verlangte. Das war es mir nicht wert da ich ja nur 2h Aufenthalt haben wollte. Also bin ich nur einmal um das Gelände herumgeschlichen, hab mir die hiesigen Schilder angesehen und mir ein neues Ziel gesucht (davon hab ich ja genug auf der Liste).

So entschied ich mich für St. Petersburg (südlich von Cleawater). Die größten Attraktionen sind neben dem Dali Museum, die Strände an der Golfküste von Mullet Key bis Cleawater = 48 wunderschöne Kilometer. Wie auch in Tampa begann in St. Petersburg der Sprung in die Neuzeit durch den Bau der Eisenbahn. Im Jahre 1887 ließ sich Peter Demens, der noch als Pjotr Dementrieff aus Russland in die USA ausgewandert war, seine Orange Belt Railroad verlängern. Einen Haltepunkt der Strecke benannte er nach seiner russischen Heimatstadt, St. Petersburg.



Als ich mein Gefährt in Downtown ohne jegliche Bedenken in einer Parklücke abstellte und dann das angrenzende Gebäude erblickte dachte ich sofort, war ja klar das das mir passiert. Ich parkte direkt vor dem „deutschen Hofbräuhaus St. Petersburg“. Natürlich machte ich einen weiten Bogen um den Eingangsbereich. Ab zum Pier, die Jachten und Schiffe bestaunen und endlich etwas Sonne tanken. Die kam heute zum ersten Mal ohne irgendeine Wolkendecke zum Vorschein. Das Wetter war mit mir. Im Anschluss entschied ich mich für einen kleinen Snack, wobei hier in Amerika klein irgendwie nicht möglich ist. Naja, die Hälfte Essen war das Ziel. Während des Essens studierte ich mir den geborgten Reiseführer (Danke Nikki!!!) und fand direkt meine nächste Anlaufstelle.

Ihr habt Sie wohl nicht mehr Alle! Und ja es döddelte diese bayrische Musik


Salvador Dali Museum - keine Zeit!

Überall Erinnerungen An Peter Demens

Der Vogel hat Sie wohl nicht mehr alle!

Da sitze ich grad

Chicken Wrap, einfach nur legga - hier.
In Florida ist der einsame kleine Fort de Soto Park schon eine richtige Berühmtheit geworden, schließlich wurde der in ihm befindliche North Beach schon zweimal zum schönsten Strand der USA gewählt. Beides Mal gab die Kombination aus feinpudrigem, weißem Sand, ruhigem klaren Wasser und der entspannten Atmosphäre vor Ort den Ausschlag. Dies konnte ich nur bestätigen. Ich war gefühlt der einzige auf dieser Halbinsel und der Strand war unglaublich schön. Nicht dieser Palmen Karibik Strand, sondern seine Weitläufigkeit, der Strand an sich und dieser unglaublich blaue Himmel. Sehr beeindruckend. Mittlerweile war es später Nachmittag und ich musste weiter. 



Alleine auf dem Parkplatz
Am Strand noch mit Arbeitsbekleidung

Auf nach Sarasota, meiner erster Übernachtspunkt. Sarasota zählt zu den bedeutesten Kulturmetropolen Floridas. Davon zeugen unzählige Theater, Opernhäusern, Künstlerwerkstätten und alles was die Hippstawelt sonst noch braucht. Entstanden alles durch die Familie Ringling, die hier 1912 ein Grundstück erwarb. Die Ringling´s waren Mitbesitzer verschiedener Zirkusunternehmen und Sarasota war hier Ihr Winterquartier. So säumten hunderte von Künstlern und Zirkusangestellte die Stadt und wuchs und wuchs. Das sieht man heute auch noch. Ich habe zwar keinen Zirkus gesehen, aber alles lebt von Kunst, Musik und Theater. Ich bin hier am Abend durch Downtown gelaufen. Ah sorry, kurze Anekdote noch.



Ich bin Im LaQuinta untergekommen, ganz okay für eine Nacht. Ich habe kurz die Lage gecheckt und Google wies mir den Weg für 1,5km in die Stadt. Klar lauf ich das. Aber es ist immer noch das gleiche wie damals. Der Amerikaner läuft nicht, nein er fährt in seinem blubberndem Big-Car von A-B. Ich war somit der einzige Mensch entlang der Straße der Richtung Downtown unterwegs war und mir war schon etwas mulmig. Aber lief, im wahrsten Sinne des Wortes.

Auf dem Weg machte ich noch einen kurzen Abstecher zur VanWezel Performing Art Hall, welches als Wahrzeichen der Stadt gilt mit seiner pinkfarbenen Außengestaltung. Der muschelartige Kulturpalast bietet Platz für Ausstellungen, Konzerte und Musicals. Ich bin aber nicht hineingekommen wegen einer Gesangsveranstaltung von einer Linda IrgendwerIstmirdochEgal. Aber die Außenfassade hatte was. Also weiter Richtung Downtown. Wo man hier sein muss? In die Mainstreet! Diese ist gesäumt von Boutiquen, Ausstellungen und tollen Lokalen mit klassischer Life-Musik. Aber Achtung, nix für den schmalen Taler. Wer hier ne große Brieftasche hat kann hier sicher einen angenehmen Abend erleben, mir reichte der Walk durch die Straße. So und nun bin ich zurück und schreibe diesen Beitrag. Es ist jetzt ca. 22Uhr und gleich suche ich mir noch die Strecke für morgen raus und dann geht’s ab in die Horizontale.
Bild von Google! War bei mir schon zu dunkel!

Kleiner Negativpunkt des ersten Tages. Das Ziel ohne amerikanische Dollar auf der Tour durchzukommen wird wohl nicht funktionieren. Ich habe heute drei Mautstrecken passieren dürfen, und Kreditkarten werden hier nicht akzeptiert. Somit bekam ich beigefügten Zahlungsbeleg und ich habe von heute an 10Tage Zeit das Geld per „Check or Money Order“ zu begleichen, ansonsten drohen hohe Gebühren. Ich werde mal Konsti um Hilfe fragen ob er mir hier weiterhelfen kann. Also muss ich morgen mal zur Cashmachine.

Insgesamt 3.25$ zu zahlen. Nur wie?