Halbmarathon auf Key West!

Ein Highlight jagt das Nächste!


  
Vorab, ich bin ziemlich durch, entschuldigt Grammatik oder Rechtschreibfehler!

Heute geht es auf nach Key West, der Tag ist straff durchgeplant und so bin ich um 04:45 aufgestanden und habe um halb 6 im Auto gesessen. Ich war definitiv der Erste am Morgen in meinem Hotel, Frühstück gab es zu der Zeit auch nicht. Ich habe aber beim gestrigen Heimweg von Mrs. Mac`s Kitchen eine 24h Bakery gesehen, die ich sofort als Anlaufpunkt für einen großen Kaffee nutzte. Damit ausgestattet konnte es losgehen, Ziel war in 2h30 in Key West zu sein und unterwegs noch den Sonnenaufgang zu bewundern. Und was soll ich sagen, ich hatte den Point to be keine 5min zu früh oder zu spät gewählt. Seht selbst.





m Rücken den Sonnenaufgang

Start um 05:30Uhr

Was ich aus der Ferne schon sah, auf Key West herrsche Gewitter, immer wieder sah ich die Blitze und das Wetter wurde mit jeder Meile Richtung Süden schlechter. So fing es dann gegen 7 höllisch an zu Schütten was die Fahrt ein wenig erschwerte aber mich nicht abhielt, ich wusste ja, dass das Wetter heute das schlechteste der Tage sein sollte. Pünktlich um kurz vor Acht erreichte ich das Ortseingangsschild und nutzte den Regen und die Ruhe am Morgen um mit meinem Midsize SUV einmal quer und um Key West herumzufahren, dabei entdeckte ich auch schon das Sloppy Joe´s, was komischerweise noch zu hatte. Wieso glaubt denn Keiner, dass man(n) um 8 Uhr morgens kein Bier trinken will?

Zur Mittagszeit aufgenommen

Informationseinschub. Key West ist eine kleine Stadt am südlichstem Ende der Keys mit knapp 25.000 Einwohner (und ich glaube davon leben 20k vom Tourismus) und im Stadtzentrum, nahe der Duval Street befinden sich unzählige Restaurants, Geschäfte, Touri-Souvenirläden und was man nicht sonst auch auf der Warnemünder Promenade finden würde. Stopp etwas ist anders. Ich habe während des Tages festgestellt, dass es hier unzählige Irisch Pups und andere irische Geschäfte gibt, die Inseltypen wird man wohl nie los.

Das alte Sloppy Joe´s

Typische Conch Houses



Stadtgeschichte. Die Spanier, deren einziges Ziel es war, unversehrt um die Keys zu schiffen, hatten die Insel wegen einiger menschlichen Skelette Cayo Huesco (Knocheninsel) benannt. Nachdem die Keys 1821 mit dem Rest von Florida an die USA gefallen waren, wurde die Insel in Key West umbenannt. Die damals ansässigen Piraten, die sich hier einen lukrativen Stützpunkt aufgebaut hatten, wurden von der US Marine vertrieben. Doch die einheimischen Insulaner entdeckten ein neues Geschäftsmodell. Aufgrund der bis dato nicht vorhanden Leuchttürme auf und zwischen den Inseln, gab es hier unzählige gestrandete und verunglückte Schiffe und so wurde es wirklich zu einem Job, diese Schiffe auszuplündern. So lange wie möglich sträubten sich die Insulaner gegen den Bau der Leuchttürme, jedoch blieb nach Errichtung von Leuchtfeuern, die heißgesehnte Ware aus und die Schiffe umrundeten jetzt die gefährlichen Keys. Die kommenden Jahre versuchte die Insel wirtschaftlich zu wachsen, was aber nicht recht funktionierte. Erst 1950 entwickelte sich Key West zu einem immer beliebterem Tourismusziel. Was man hier sehen kann / muss? Southernmost Point, Duval Street, Hemingway House, Little White House Museum, Fort Zachary Taylor und noch vieles mehr – ein Reiseführer und die damit abgesteckte Route sollte im Vorfeld feststehen.

Key Largo - Key West - Miami

Als ich Morgens in die Stadt fuhr über die Palm Avenue, standen schon die Ersten Geldmacher auf den Straßen mit Parken für 20$ oder 10$ - beachtet diese NICHT und fahrt unbeirrt weiter. Ihr kennt mich doch, ich fahre direkt ins Zentrum und such mir dann in einer Nebenstraße einen Parkplatz. Und die gibt es wirklich an Mass! Ich parkte in der Thomas Street, die kostenlos, sogar ohne Parkuhr oder Parkschein funktionierte, und von diesen Straßen fand ich noch etliche. Nutzt die Gelegenheit Geld zu sparen. Was ich noch auf meiner frühmorgendlichen Rundfahrt feststellte - heute ist hier ein Halbmarathon, dazu später mehr.

Ich bin jetzt seit 3h auf, also konnte ich ruhig gepflegt frühstücken gehen, ich bin ja nicht so der Frühstückstyp und dieses Bratwurst, fettiges Irgendwas oder 8 Eier, bekomme ich einfach nicht in mich rein, also entschied ich mich für Pancakes mit NUR Siurp im sehr netten Blue Heaven. Die Kassiererin guckte sehr verdutzt als ich sagte, ich möchte nichts dazu, just the Pancakes. Und die waren mir auch schon zu viel, 2 Stück, Tellergroß. Während des Frühstücks sah ich mit bestürzten Augen immer wieder aus dem Fenster, es regnete und regnete. Eig. sollte es Vormittags/Mittags besser werden, aber gut, war ja erst 8Uhr. Hilft nichts sagte ich mir, holte die Kapuze raus und machte mich zu Fuß durch die Duval Street, Richtung Southermost Point, der zu dieser Uhrzeit noch sehr leer war. Hier sah ich auch die vielen Kegel auf der Straße die darauf deuteten das hier der Marathon vorbeikommt, aber Startschuss war erst um 9Uhr, also hatte ich noch Zeit mich umzusehen. 



Der Regen hörte irgendwann auf und als ich dann irgendwann um halb zehn an der Marathonstrecke stand und den Läufern zusah, überkam es mich. Warum lauf ich nicht einfach mit? Ich hatte natürlich meine beste Hilfiger Hose an, mein Lacoste Poloshirt und Regenjacke, das einzige was halbwegs gepasst hat, waren meine Schuhe und Boxershorts. Aber Scheiss drauf, wer kann schon von sich behaupten auf Key West beim Halbmarathon mitgelaufen zu sein. Also mischte ich mich unter die Menge bei Meile 2 und lief und lief. Die Stimmung war unglaublich, alle 0,5km gab es Wasserstände, überall applaudierten die Zuschauer und feuerten einen an, keep going! Keep going! Der Regen hatte nachgelassen, die Luftfeuchtigkeit war aber noch deutlich über deutschem Standard, es dauerte nicht lange bis aus die bis dahin nur von außen nasse Regenjacke, nun auch von Innen pitschnass war, aber das war mir egal, ich liebte und lebte den Moment. Ich bin ungefähr bei dem Southernmost Point eingestiegen und dann mit der Menge Richtung Higgs Beach, entlang am Key West International Airport (warum darf sich heute eig jeder Popelflughafen International nennen?) und dann Wendepunkt wieder zurück. Bei Meile 9 bin ich dann ausgestiegen, ich hatte einerseits ja keine 60$ Teilnahmegebühr bezahlt und zudem wusste ich auch nicht wohin es weiter geht, und da die Ecke gerade passte um noch ein paar schicke Fotos am Strand zu machen, bog ich ab. Und Achtung (Zitat aus Coolrunnings) „Ich fühlte mich sehr olympisch!“ – 11km auf Key West!!!

Den Wegverlauf kannte ich beim Lauf noch nicht!




Ich habe die vollkommen falschen Klamotten an, EGAL!

Was nun? Ich musste auf jedem Fall zurück zum Auto, einmal Sachen tauschen, der Regen war nun vollkommen vorbei und langsam wagte sich die Sonne heraus. Auf meinen gemütlichen Rückweg den ich natürlich durchs Zentrum wählte fand ich dann den ersten Irish Pub und gönnte mir hier als Belohnung ein Bud. Am Auto angekommen, kurzer Sachentausch und dann etwas zur Entspannung. Ich lief, was meines Erachtens, und Google gibt mir Recht, zum noch südlicheren Punkt gelaufen, Fort Zachary Tailor. Es wurde 1845 errichtet und diente zur Seeverteidigung. Im 2.Weltkrieg wurden hier angeblich deutsche Uboote gesichtet.
Und was soll ich sagen? Wieder Glück gehabt. Ich betrat das Fort und einer der ansässigen Ranger rief mir hinterher ich solle mich beeilen, die Führung beginnt gerade. Und so entspannte ich, kam wieder runter und lauschte den sehr interessanten Geschichten des Park Rangers.







Im Anschluss bin ich dann noch einmal zum Southermost Point gelaufen, die Sonne war da und das Sonnenfoto muss sein. Dabei passierte ich das Hemingway House, aber das skipte ich. 14$ für ein Haus in dem Replikate stehen sollen, wasn Quatsch. Am Point angekommen noch schnell die 20m lange Anstellschlange umgangen und ein kurzes Selfi geschossen. 



Daraufhin ging es dann die Duval Street zurück Richtung Westen, ich hatte ja noch eine wichtige Aufgabe zu erledigen. Erste Urlaubsbesorgungen für Alle die was bestellen/bestellt haben. Ach ja, ich habe noch einen Essensstop eingelegt, aber das nicht sehr überzeugend und damit nicht erwähnenswert. 



Pünktlich um 15Uhr setzte ich mich dann wieder ins Auto, vor mir lag der 4h Weg nach Miami.

Als ich die Insel verließ hatte ich schon geschlagene 19,9km zu Fuss zurückgelegt.

Die Rückfahrt war okay, ich war kaputt, teilweise müde, merkte die Anstrengungen der letzten Tage aber dank Koffein habe ich auch das geschafft. Etwas verspätet und durch Verkehr geschuldet, erreichte ich dann Miami Beach, und was soll ich sagen, das ist eine ganz andere Welt gegenüber den letzten, eher ruhigen Tagen. 50Mio. Menschen auf den Straßen, keine Parkplätze, Parkhäuser wegen Überfüllung geschlossen, Polizeiwagen, Abschleppfahrzeuge, Hochhäuser. MIAMI. Darauf komme ich gerade nicht klar. Nach dem Einchecken bin ich noch einmal den Drive hoch und runter und dann zurück in meine tolle Unterkunft. Ich wohne im South Beach Plaza Villas, direkt am Miami Beach, erste Parallelstraße zum Oceans Drive und durch ein tolles Sonderangebot bei Booking.com wohne ich jetzt in einem Luxus Bungalow auf der 2.Etage, sehr gepflegt, sehr groß und mit Allem was das Hertz benötigt. 





Lange halte ich aber nicht mehr durch, ich mach hier gleich Schluss, lese mir noch die Ziele für Morgen durch und dann ab ins Bett.

Zum Schluss noch ein paar Schnappschüsse:

Das war ein verdammt teures Bier Jens!